Monat: September 2016

Es liegt was in der Luft – Schnuppern wir mal

hieß es am vergangenen Wochenende. Bei strahlendem Sonnenschein begrüßten wir die Schüler der KGS Schneverdingen bei uns auf dem Flugplatz. Im Rahmen Ihrer Projektwoche haben die Schüler der 9. und 10. Klassen die Möglichkeit aus vielen Projekten ein Thema auszuwählen um etwas auszuprobieren und natürlich auch zu lernen. Die 20 köpfige Gruppe mitsamt Ihrer Lehrerein hatte das Thema Luftfahrt  gewählt und wird dieses unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit betrachten.

Wikipedia sagt dazu: „Nachhaltigkeit ist ein Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung, bei dem die Bewahrung der wesentlichen Eigenschaften, der Stabilität und der natürlichen Regenerationsfähigkeit des jeweiligen Systems im Vordergrund steht.“

Nachhaltig ist vielleicht auch der Eindruck den Die Schüler auf unserem Flugplatz gewonnen haben. Pünktlich um 10:00 Uhr morgens standen am Samstag und Sonntag je 10 Schüler in Begleitung Ihrer Lehrerin da und hörten dem Briefing zu. Es gab Info´s zum Wetter, zum Startaufbau und die Schüler wurden mit den bereits vereinseigenen Flugschülern bekannt gemacht. Die Flugschüler teilten sich auf die 2 zur Verfügung stehenden Schulflugzeuge, unsere ASK13 und ASK21, auf und machten sich auf den Weg zum Start. Unterwegs wurde dann auf die besonderen Verhaltensweisen auf einem Flugplatz und die Tatsache, dass ein Segelflugzeug keine Hupe hat, hingewiesen. Unter Warmluftadvektion, angekündigt durch den rechtsdrehenden Höhenwind, konnte sich kaum einer der Teilnehmer etwas vorstellen. Der eine oder andere erwischte aber den richtigen Moment und so konnte der Flug etwas ausgiebiger genutzt werden.

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Nur wenige brauchten nach dem ersten Flug eine kleine Pause um der Aufregung wieder es Raum zu verschaffen. Unter Nachhaltigkeit im Luftsport kann durchaus verstanden werden, dass wir versuchen mit unseren Ressourcen sehr sorgsam um zugehen was bedeutet, dass wir  aus dem 3/4 Liter Diesel für den Windenstart die maximale Flugzeit unter Ausnutzung der atmosphärischen Kräfte zu generieren. Am Besten gelang dieses Christopher, der am Samstag zusammen mit Co. Jan-Philipp knapp 2 Stunden und gut 140 km unterwegs war.  Zu Entspannung gab es dann ein paar Lockerungsübungen im Gras.

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 Aber auch die Flugschüler schafften so manche halbe Stunde und lernten die Eigenarten von Warmluft kennen. Neben den Flugschülern der KGS fanden aber auch viele Gäste den Weg zu uns auf den Flugplatz. So dass neben dem Segelflug auch unser Motorsegler ordentlich gefordert wurde.

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Und wie üblich auf dem Höpen wird alles was nicht Niet und Nagelfest ist von unseren Kleinsten in Beschlag genommen. Immer unter den wachsamen Augen unserer beiden Kindergärtner „Sir Norbert“ und „JP“.

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Wir drehen der Saison den Rücken und blicken  auf eine schöne, erlebnis- und erflogreiche Zeit und freuen uns schon auf 2017. In drei Wochen begehen wir unseren Saisonausklang auf der Wasserkuppe mit SG38 und Gummiband. Auf schmalen Steg den Berg hinunter und dabei die Sekunden zählen nicht vergessen. Besonders kühne Flieger wagen vielleicht sogar das S voraus.

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Und dann ist´s gar nicht mehr lang und heißt es wieder auftragen, polieren…

Ist denn schon Ostern?

JA, zu mindestens bei uns am Höpen. Wir erzählen die Geschichte zum besseren Verständnis von Anfang an.

Unser Motorsegler, eine Grob G109B, wurde seinerzeit beschafft um ihn zu gegebener Zeit zu einem schleppfähigen Motorsegler umzurüsten. Dieses sollte bei der Fa. Korff in Mainbullau geschehen, der Beginn liegt nun mehr als 3 Jahre zurück. Es gab viele Schwierigkeiten wie z.B. die geänderte Motorsteuerung welche vom Hersteller Limbach durchgeführt aber nicht zugelassen wurde. Diese konnte erst nach zähem Ringen durch die Fa. Korff fertigstellt werden. Weiter ging es mit Elektronikproblemen im Zusammenhang mit dem verwendeten VP-EMS, dass zur Anzeige der Motordaten (Kühlwassertemperatur, Drehzahl, usw.) dient und schließlich machte uns das Wetter und die Urlaubssituation weitere Striche durch unsere Planungen. Das ursprüngliche Auslieferungsdatum war Ostern, aber ohne Jahresangabe.

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Zu unserem Glück stellte uns die Fa. Korff nach dem ursprünglichen Liefertermin im Frühjahr 2013 ihren Vorführmotorsegler, D-KHBA, zur Verfügung, so dass wir in diesem Punkt nur geringe Ausfälle hatten.

Am Morgen des 11. September 2016 zeigte FlightRadar24 unseren Motorsegler, D-KNEB,  mit hoher Übergrundgeschwindgeit gen Norden fliegen. Damit stand fest heute wird die Übergabe sein. Somit  wurde kurzerhand Ostern verlegt und der Wahlsonntag zum Ostersonntag gemacht. Zum Frühstück gab es dann auch bunte Eier.

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Während des Tages wurde die frohe Kunde der Rückkehr des verloren geglaubten Sohnes über verschiedene Social Media Kanäle verbreitete und es dauerte bis die Nachricht es als glaubwürdig anerkannt war, ähnlich einem traurigen Ereignis 15 Jahre zuvor.

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Am Flugplatz wurde die D-KNEB ausgiebig beguckt, getestet und erprobt, so dass am Abend bereits die ersten Starts und Stunden, F-Schlepps und Gastflüge verzeichnet werden konnten.

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Nach dem Flugbetrieb fand unser Vorsitzender noch ein kleines Osternest mit dem ein kleiner Dank des Vereins und die große Anerkennung für seine Mühen und Ausdauer zum Ausdruck gebracht wurde.

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Neben der Willkommensfeierlichkeiten für unsere D-KNEB fand sich noch ein wenig Zeit für unsere Flugschüler die in großer Zahl erschienen waren, so dass Michael alle Hände voll  zu tun hatte. 3 Wochenenden bleiben ihnen noch um eventuell gesteckte Ziele für diese Saison zu erreichen, denn am 15./16. Oktober 2016 fahren wir als Verein fürs Saisonfinale zum SG38 Fliegen auf die Wasserkuppe.

Tag der offenen Tore

Am vergangenen, dem ersten Septemberwochenende 2016 fand traditionell unser Tag der offenen Tür statt bei dem wir unseren Sport als auch unseren Verein präsentieren. Anders als bei großen Luftfahrtveranstaltungen, z.B. der ILA in Berlin, zeigen wir unsere Luftfahrtzeuge und was WIR damit anstellen. Dazu gehört neben dem „normalen“ Segelflug auch der Segelkunstflug, das Motorseglerfliegen und -schleppen und der Modellflug. Für das leibliche Wohl war in Form unseres reichhaltigen Buffets aus selbstgebackenem Kuchen und Torten, der Bratwurst- und Bulettenecke und dem Kaffee- und Kaltgetränkestand gesorgt. Die Kinder konnten auf der Hüpfburg und den Spielgeräten toben und so mancher hatte sogar Glück und ergatterte einen unserer verlosten Gewinne.

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Einzig Petrus war uns dieses Jahr nicht wohlgesonnen und man hätte von den Tagen der offenen Schleusentore sprechen können. Wasser gab es in Massen sei es entweder in Form von tiefhängenden Wolken oder ausgiebigen Regenschauern. So hatten wir lediglich am Samstag Nachmittag ein kurzes Fenster den vielen interessierten Gästen die schöne Heidelandschaft mit der blühenden Erika aus der Luft zu präsentieren. Ausgestattet mit Rauchanlage malte Basti in seiner Pilatus  B4  schöne Figuren an den Himmel und gab so einen kurzen Einblick in den Segelkunstflug.

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Ein großer Dank  der Heidekönigin und ihrem Gefolge  und unseren Gästen die wie wir dem Wetter trotzten. Für alle Daheimgebliebenen noch ein Hinweis: Wir Fliegen noch bis Mitte Oktober an jedem regenschirmfreien Wochenende bei uns auf dem Höpen.

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