Monat: Juli 2016

Sommerlich

warm war es dieses Wochenende und es sollte noch heißer werden. Am Samstag wurde der Flugbetrieb von einem Schauer – ein kurz andauerndes Niederschlagsereignis (bis maximal 45 Minuten) mit meist hoher, manchmal schnell wechselnder Niederschlagsintensität und eng begrenztem Niederschlagsfeld – beendet,  nach Durchzug des Feuchtegebietes bildete sich ein Wetterfenster mit ruhigen Bedingungen ideal für Kunstflug. Das NOTAM für unsere „Special Activity Area“ wurde aktiviert und Kunstflugdarbietungen bis zu einer Höhe von 5000 ft waren möglich. Daniel, Stefan und Basti nutzen diese Gelegenheit um Ihre Fertigkeiten auszubauen und zu vertiefen. Nebendem standen vereinseigene „Gastflüge“ auf dem Programm, wobei der erfahrene Flieger in Rückenlage schon mal die Orientierung oder das Zutrauen zu den Gurten verlor. Der Abend klang mit Grillgut, Gerstenkaltschale, netten wie unterhaltsamen Gesprächen und nervigen, blutsaugenden Plagegeistern langsam aus, wobei die Aussicht für den Folgetag die Uhrzeit des zu Bettgehens etwas nach vorne verlagerte.

Der Wetterbericht für Sonntag für den nördlichen und nordöstlichen Teil der Republik sprach von guter Wolkenthermik mit Basis von mehr als 1500m, so dass bereits am Abend des Samstages einige Flieger aufgerüstet wurden um die Nacht im Schlafsack draußen zu verbringen.

Unsere Anhängerstellfläche war mehr als ausgelastet und so standen am Sonntag nach dem Briefing, dem Aufrüsten und dem Aushallen gut 25 Flugzeuge auf dem Vorfeld, auf der südlichen und westlichen Abstellfläche und es hieß: „sich brav anstellen“ um in die Luft zu kommen. Sonnenhut, Sonnenmilch, ein Platz im Schatten und Wasser waren die begehrtesten Dinge des Tages. Nach dem Erscheinen der ersten Cumulanten wurde mit vereinten Kräften an der Winde und im F-Schlepp gestartet um die teils ambitionierten Vorhaben in die Tat umzusetzen. Dabei galt es große Wartezeiten zu verhindern, denn die startbereiten Piloten schwitzen schnell und ausgiebig unter Ihren „Hauben“.

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Sir Norbert nahm das Zepter in die Hand und koordinierte die Mannschaft ohne dabei in Hektik zu verfallen. Mit teils deutlichen Ansagen und immer wieder währenden Ermunterungen wurde der Hitze getrotzt und ALLE kamen zu Ihrem Recht, hatten Spaß und genossen da muntere Treiben. Zwischenzeitlich kamen Teilnehmer der diesjährigen Niedersächsischen Qualifikationsmeisterschaft am Platz vorbei, wobei einer seinen Wertungsflug vorzeitig bei uns beendete. Zeitweilig drängten sich die Segelflugzeuge auf der Bahn, was neben Logistik auch Disziplin der Piloten bei der Landung erforderte.

Im Laufe des Tages kam folgendes Bild in der Whatsapp Gruppe auf und es begann ein nettes Ratespiel. Wisst Ihr welches Flugzeug sich dahinter verbirgt? (Lösung am Ende)

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Für unsere Ligawertung in der 2. Segelflug-Bundesliga gingen dies Mal Uwe auf ASW20, Christoph auf LS4oWL, Kristof auf LS7WL, Daniel und Ole auf DuoDiscus und Marcus auf Std. Libelle ins Rennen. Zudem starteten von Rotenburg/Wümme Torsten auf LS8 und von Oerlinghausen Andreas ebenfalls auf LS8.  Am Abend standen damit 7 Flüge in der Wertung. Nach Runde 15 von 19 belegen wir Platz 9 von 30 und ergatterten 12 Punkte. In der Gesamtwertung belegen wir Platz 13 von 30 und haben uns um einen Platz zur Vorwoche verbessert und es trennen uns noch 9 Zähler von einer Top10 Platzierung.

Die „Einzelkritik“:

Uwe hat mit 487 km den weitesten Flug absolviert, der leider mit einer, wenn auch schönen, Außenlandung seinen Abschluß fand. Sein ehrgeiziges Ziel von 650 km wurde durch ein zähes Vorankommen am Anfang und einer dicken Abschirmung am Ende vereitelt. Für die Liga steuerte er 89 und einen halben Punkt bei.

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Christoph und Kristof fanden sich unterwegs zusammen und bildeten eine gut funktionierende Gemeinschaft. Die Leistungsunterschiede von LS4oWL und LS7WL im oberen Gewindigkeitsbereich wurden dabei ausgiebig diskutiert und notwendige Wetterinfos in den Osten an Uwe übermittelt. Für die Liga steuerten beide 90,7 bzw. 87,9 Punkte bei.

Die Übrigen hatten ihrerseits viel Spaß konnten die Wertung aber nicht verbessern. In Zahlen bedeutet dies, Torsten 83,6 Pkt., Daniel/Ole 83,5 Pkt., Andreas 81,4 Pkt. und Marcus 80,3 Pkt..

Torsten fliegt in der Standardklasse in Rotenburg / Wümme auf der Niedersächsischen Qualifikationsmeisterschaft zur Deutschen Meistschaft mit und liegt nach 2 wertbaren Tagen auf Rang 21 von 30. Michael nimmt in der Doppelsitzerklasse an der Qualifikationsmeisterschaft zur Deustchen Misterschaft in Lüsse teil, er fliegt zusammen mit Matthias eine ASG32 und liegt 6 wertbaren Tagen auf Platz 20 von 26. Unser Gäste aus Bohmte und Melle waren heiß und nutzten ebenso das gute Wetter für weite Flüge oder eine Überlandflugeinweisung. Somit nicht ganz verwunderlich, dass die letzten Landungen am Platz die unsere Gäste waren, während wir schon bei „Plop“ und Co saßen..

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Florian auf unserer Ka 6 E schaffte sein erstes angemeldetes und vollendetes FAI Dreieck mit 183 km. Planvolles und gezieltes Fliegen strengt an, macht aber auch riesig Spaß 😉 Timmi versuchte sich als Schnupperschüler und absolvierte seine ersten Starts vom vorderen Sitz nach bereits gefühlten 200 Starts vom hinteren Sitz.

Fazit: Viele schöne Flüge, viele Starts und Flugstunden, tolle Eindrücke und alles ohne große Zwischenfälle oder Hektik. Ostern ist noch immer nicht und das Winglet gehört einer JS1C mit Jet. Zum Leidwesen einiger reist sie bald wieder ab.

Herzlich Willkommen

heißen wir unsere Gäste aus Melle und Bohmte die in den kommenden zwei Wochen Ihr Sommerlager bei uns am Höpen abhalten werden. Wetter und Sollbruchstellen sind bestellt … aber der Reihe nach.

Am Samstag traf bereits eine Gruppe von Gästen ein. Die sich mit der Unterkunft und der näheren Umgebung vertraut machten. So manches Navi kannte unseren Flugplatz nicht und so wurde der nahegelegene Höpen näher erkundet, was mit einem knapp 15m langen Gespann nicht einfach ist. Leider wurde der Flugbetrieb auf Grund absinkender Wolkenuntergrenzen bereits am frühen Nachmittag eingestellt.

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Dafür konnte schon der Campingplatz bezogen werden und die Anhänger zwischen die unseren gemischt werden. Am Sonntag trafen weitere Personen der munteren Truppe ein und Stellplätze für Zelt, Wohnwagen und Flugzeuganhänger wurden langsam zur Mangelware.

Am Samstag konnte aber im Osten der Republik geflogen werden und Christoph machte von Klix aus den Anfang mit einem Flug für die Wertung in der 2. Segelflug-Bundesliga.

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Cumulus im Osten und Stratos im Westen.

Am Sonntag titelte der Wetterbericht mäßige Thermik die durch mittelhohe Bewölkung gestört wird. Zu dem kam der bekannt straffe Wind aus Richtung West. Torsten, der seinem Vater die Libelle überlassen hatte, begnügte sich heute mir der vereinseigenen LS8-18 und machte sich nach einem dezenten Hinweis auf zur Ligawertung. Die Gäste nutzen das Wetter um sich mit den Platzgegebenheiten und unseren Fahrzeugen vertraut zu machen. Dazu gehörte auch die Startwindeneinweisung, denn unsere Winde wird gefahren und nicht bedient. Das stellte den einen oder die andere vor eine kleine Herausforderung, die aber durch eine ausreichende Anzahl an Starts und betont ruhiger Betreuung gemeistert wurde.

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Andere Plätze, andere Sitten und so lernten wir dazu, dass man Flugzeuge auch mit dem Fahrrad begleiten kann. Besonders, da es seit dem Mercedes -8 keine einstellbaren Leerlaufdrehzahlen mehr gibt.

Eben noch im Autoschlepp stellte das Flugzeug, eine DG505, die bereits nachlassende Festigkeit unserer Sollbruchstellen unter Beweis und zeigte auch, dass ein Pilot jederzeit auf eine Startunterbrechung gefasst sein sollte. Nach der sicheren Landung auf dem Flugplatz, gab es für unser Vorseil einen Formel 1 mäßigen Boxenstopp, der aber nicht der einzige am heutigen Tage bleiben sollte.

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Neben vielen Starts und einigen Stunden Flugzeit gratulieren wir Nico zu seiner bestandenen B-Prüfung, die er mit 3 einwandfreien Flügen in denen er Rollübungen, Kreiswechsel und Ziellandungen zeigte, unter der Aufsicht von Christopher abschloss. Hilmar auf der ASK13 bekam weniger zu tun als mehr zu erzählen und war mit den Leistungen von Leif und Dominik nach Ihren jeweils knapp 15 Starts mehr als zufrieden.

 Unsere Gäste testeten noch ein wenig das Material und das Farbsehvermögen, so daß am Abend 3 schwarze und 1 blaue Sollbruchstelle als Altmetall in die Tonne wanderten.

Die 2. Segelflug-Bundesliga wurde einmal mehr durch das zutun unserer beiden Dänen Ole und Torsten mit einem erfolgreichen Platz 16 von 29 und 5 Punkten belohnt. 20160717_182929

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Ein Blick in die Wertung ergab Platz 14 von 30 nach Runde 14 von 19.  Wir nähern uns dem Ziel „Klassenerhalt“.

Fazit: Wir wünschen unseren Gästen viele schöne Flüge, tolle Eindrücke und mögen die Sollbruchstellen mit Euch sein.

Konvergenz

, so titelte am Sonntag der Wetterbericht für die Lüneburger Heide. Konvergenz bezeichnet in der Meteorologie den Vorgang eines horizontalen Massenzuflusses von Luftteilchen in ein Gebiet relativ niedrigen Luftdrucks, also ein Tiefdruckgebiet.

Am Höpen konnte aber bereits am Samstag ein Konvergenz festgestellt werden als am Morgen 7 willige Flugschüler beim Briefing standen. Damit verband der Fluglehrer eher ein Hoch(gefühl) als ein Gebiet niederer Begeisterung. Vereinzelt konnten zwischen der Schar auch noch Scheininhaber ausgemacht werden. So dass kurzer Hand die Halle (nahezu) leer geräumt wurde.

Am Abend standen knapp 50 Starts und mehrere Stunden Flugzeit in der Startkladde, alle lesbar!! Der Fluglehrer war geschafft und die Flugschüler zufrieden. Hatte doch jeder einige Starts abgreifen können.  Nach getaner Arbeit gab es noch Grillgut und Gerstenkaltschale zu Ehren der 28 Lenze von Daniel.

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Selbst unser Dickschiff bekam einige Ausfahrten und wurde abendlich mit etwas Liebe in Form von Wasser und Leder bedacht.

Die Helden mit Ihren fliegenden Kisten waren auch wieder unterwegs und so brachten Torsten und Ole zwei wertbare Distanzen mit nach Hause.

Am Sonntag hatte Marcus die Motivation und die Zeit den noch fehlenden Flug für die Wertung in der 2. Segelflug-Bundesliga beizusteuern. Nach dem er dieses Mal nicht die Ausrede der Fluglehrerei vorbringen konnte, diese wurde von Christopher und Uwe (BH) als Bodenaufsicht wahrgenommen, konnte er aktiv zusammen mit Kristof ins Geschehen eingreifen. Leider begab es sich, dass Kristof nach 3 schön geflogenen Platzrunden in verschiedenen Konfigurationen seine LS7 etwas zu lange schweben ließ und erst kurz vorm Anhänger zum Stehen kam. Damit lag es nun an Marcus und seiner Willy die fehlenden Kilometer einzusammeln.

Der Erfolg, eine schöne Landung auf einem gerade abgeernteten Getreidefeld mit noch geschäftigem Lohnunternehmertreiben, einem leckeren Eis in Neuenkirchen (sehr zu empfehlen) und leider nur 63,5 km Wertungsdistanz.

Wer kennt ihn nicht den Turm von Sprakensehl oder doch Visselhövede??

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Dafür war die Rückholmannschaft (Kristof und Norbert) unschlagbar, von Alarmierung über Eisessen bis zum Abstellen des Anhängers auf dem Flugplatz  1 h 15 Min, dass ist schon fast Formel 1.

Zu guter letzt hatten wir Besuch aus dem hohen Norden – aus Blexen, dem nächstgelegenen Flugplatz des Klimahauses -. Dabei musste Björn feststellen, dass die Uhren am Höpen anders laufen, denn die EB heißt noch BA und Ostern kommt noch.

Fazit:

  1. Wir haben leider nur 1 Punkt in Runde 13 von 19 in der 2. Segelflug-Bundesliga erringen können und stehen damit nun auf Platz 14 von 30.
  2. Gelegentlich mal ne Außenlandung übt auch, schöner wäre aber ein FES.
  3. Fliegen lernen oder einfach mal ne Runde mitfliegen kann man bei uns auf dem Höpen an jedem regenschirmfreien Wochenende von Ende März bis Ende Oktober.

Tiefdruckgürtel

Der Donnerstag und der Freitag waren wie die Tage zuvor mit viel Wind und einigen Regenschauern durchzogen. Abendlich ließen sich aber immer noch einige schöne Flüge absolvieren und die Modellbaufraktion kam auf Ihre Kosten. Am Ende der Woche waren mehrere Modellflugzeuge auf Grund von Übermut oder technischen Problemen zur Reparatur in die Modellbauwerkstatt abkommandiert. Und wenn man nicht richtig weiter weiß….

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bildet man einen Modellflugkreis!

Am Samstag kamen dann noch ein paar Höpener und wollten den Wetteraussichten ein paar Kilometer abtrotzen. Wie in jeder Sportart gehört ein gutes Aufwärmtraining dazu. Angeleitet von den beweglichen Kleinen versuchten auch die Großen die teils anspruchsvollen Übungen zu vollführen. Schließlich möchte man elegant wieder aus dem Cockpit hüpfen.

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Die Schlagzeile des Segelflugwetterberichtes am Samstag wie am Sonntag versprach mäßige Wolkenthermik und war geprägt von einer südwestlichen bis westlichen labil geschichteten Kaltluftströmung, jedoch ohne den stabilisierenden Einfluß eines Hochdruckgebietes. Ein Tiefdruckgürtel mit Okklusionen und wellenden Frontensystemen erstreckte sich von Island bis in die Türkei. Durch die hochreichend labile Luftmasse bildeten sich teils kräftige Schauerlinien aus, die zum einen zwar gutes Steigen (knapp 6 m/s) aber auch sehr böige und stark auffrischende Winde mitbrachten. Das Wetter vor und nach den Schauerlinien wurde einzig für Schulungsflüge genutzt. Das starke Steigen zauberte einem Flugschüler ein so breites Grinsen auf das Gesicht, dass er noch am Abend hell schien. Immerhin hatten wir knapp 670 m in 2:40 min hinter uns gebracht, mit Ausschlägen von 6,5 m/s.

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Die Kinder hatten auf jeden Fall Ihren Spaß und nutzen jede Gelegenheit eine Ausfahrt mit unserem EZ-GO (Golfcart) zu unternehmen.

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Leider mussten sie beim abendlichen Zusammensitzen der Verdrängertaktik der Erwachsenen weichen … 😉 Die Schaukeln haben eine Traglast von jeweils ca. 50 kg.

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Dies ist gleichzeitig der Abschluß unseres diesjährigen Sommerlagers am Höpen. Wir hatten eine schöne Zeit mit viel Spaß, erlebnisreiche Flüge und eine super Truppe und selbstredend wurde auch Fußball geschaut. Nächstes Jahr sind wir auswärts, also gute eine Möglichkeit für Euren Verein die wunderbare Heidelandschaft zu erkunden.

Ach ja, da war noch was …

… die 2. Segelflug-Bundesliga

Dieses Wochenende nutzte der LSV Schneverdingen seine komfortable Situation in der 2. Segelflug-Bundesliga für eine Wertungspause. Hinzu kam, dass unsere Topscorer aus gesundheitlichen Gründen nicht an den Start gehen konnten. Somit stehen wir nach 12 von 19 Runden auf Platz 12 mit insgesamt 88 Punkten. Wir starten am kommenden Wochenende einen neuen Versuch den Verbleib in der 2. Segelflug-Bundesliga zu sichern.

Bilanz: viele Starts, viele Stunden, zufriedene Gesichter und ein super Bild zum Abschluß

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